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Kategorie: Travelogue Iceland + Faroe Islands
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Solo unterwegs in Freiheit

TRAVELOGUE
Solo unterwegs in Freiheit
Nomadische Seele
Mein Name ist Nata. Ich komme aus der Schweiz, lebe aber seit zwanzig Jahren nomadisch – die letzten fünf davon komplett unterwegs, auf meinem Motorrad. Bewegung ist für mich keine Auszeit, sie ist meine Lebensform. Jeden Tag entscheide ich mich für mehr Natur, für Abstand zu Städten, Lärm und festen Zeitplänen. Arbeiten unterwegs schenkt mir Freiheit – in Zeit und Raum.
Diese Reise in den Norden folgt genau diesem Bedürfnis nach Freiheit und Ruhe. Getragen vom Meer, zwischen Dänemark, den Färöer-Inseln und Island.
Travelogue von
Nata On The Road
Reiseziel
Island & Färöer-Inseln
Fahrzeug
Motorrad
Jahreszeit
Frühling

Warum Islandund die Färöer?
Island ist in meinem Kopf unvollendet geblieben. Mein erster Versuch endete, bevor er richtig begann – mit einem Offroad-Sturz und einem ungeplanten Helikopterflug. Ich habe die Route nie beendet, und genau das hat mich seitdem nicht mehr losgelassen. Ich musste zurückkehren. Mit meinem eigenen Motorrad. Und endlich die Ringstraße fahren.
Bei den Färöer-Inseln ist es anders. Ich komme ohne Plan, ohne Erwartungen. Ich lasse mich einfach darauf ein, zu sehen, was mich erwartet. Beide Orte bieten genau das, wonach ich beim Reisen suche: abgelegene Landschaften, klare Luft, leere Straßen und dieses Gefühl, ganz weit weg von der Zivilisation zu sein.

Die Überfahrt mit der Norröna
Seit dem Moment, in dem ich mir versprach, auf meinem eigenen Motorrad nach Island zurückzukehren, war klar: Der einzige Weg führt über eine Fähre.
Zum ersten Mal fahre ich mit einer Fähre wie der Norröna. Ich habe viel Erfahrung mit Fähren, vor allem im Mittelmeerraum – aber das hier ist ein ganz anderes Level.
Das Boarding ist schnell, reibungslos und so unkompliziert, dass es fast zu gut ist um wahr zu sein. Während der Reise erlebe ich drei verschiedene Kabinentypen – ich erwarte etwas Zweckmäßiges und finde stattdessen puren Komfort.Auch die Atmosphäre an Bord überrascht mich: viele ruhige Rückzugsorte, hervorragendes Essen und… ich kann es selbst kaum glauben – eine Sauna, ein Whirlpool, ein Fitnessraum und sogar ein Kino!
Das ist keine Fähre mehr. Das ist eine Kreuzfahrt.Das Meer und meine Zeit an Bord der Norröna werden mehr als nur die Verbindung zwischen den Kapiteln meiner Reise. Sie werden selbst zu einem Erlebnis.
Die Färöer-Inseln
Und da bin ich – bereit, das erste Kapitel dieser Reise zu beginnen. Wir erreichen die Färöer-Inseln. Es ist Mai, und ich werde von unerwartetem Frühlingssonnenschein empfangen.
Ich fahre ohne festen Plan, folge einfach den Straßen, die mich rufen: fordere mich selbst auf der Schotterpiste nach Sornfelli heraus, verliebe mich in das Tal vor Saksun, staune über den Blick auf den Skarðsáfossur und spüre die ruhige, friedliche Energie von Sandoy.
Die Landschaften sind rau und still – doch was ich wirklich ins Herz schließe, sind… die Lämmer! All die kleinen Schafe am Straßenrand lassen mich mehr als einmal anhalten.
Die Färöer fühlen sich ursprünglich an, ruhig und voller Überraschungen.
Island:
Eine unvollendete GeschichteDie Rampe, die sich in Seyðisfjörður senkt, bedeutet für mich, einen offenen Kreis zu schließen – und gleichzeitig einen neuen zu öffnen.
Ich spüre zwei Gefühle zugleich: die leise Freude, ein Ziel erreicht und einen Traum verwirklicht zu haben, eine stille, bescheidene Form von Stolz. Und gleichzeitig die Aufregung eines neuen Abenteuers, dieses süchtig machende Gefühl, ins Unbekannte aufzubrechen – mit einem kleinen Kribbeln im Bauch.
Die Straße steigt sofort an. Schnee säumt den Pass, und es fühlt sich an wie der wahre Beginn. Die Weite, die kalte Luft und die ersten langen Linien der Ostfjorde erinnern mich augenblicklich daran, warum ich zurückgekommen bin.
Ich wähle den Frühling aus zwei Gründen: um den Menschenmengen zu entgehen und weil die Fotografie für mich eine zentrale Rolle spielt. Es gibt für mich nichts Schöneres als Berge im Frühling, wenn deren Gipfel noch Schnee tragen und unter der ersten Sonne die Lupinen zu blühen beginnen.
Fotografie und Bildsprache
Reisen bedeutet für mich Bilder. Ich kann mir keine Reise ohne Kamera vorstellen. Und Island ist wie geschaffen für Fotografie: weite Täler, starke Kontraste, schnell wechselndes Licht, Landschaften von einem anderen Planeten.
Das ist auch einer der Gründe, warum ich allein reise. Ich nehme mir Zeit, halte überall an, fahre dieselbe Straße zweimal, kehre zurück, lasse meine Drohne steigen und fotografiere in Stille.
Die Tage rund um Mývatn, Snæfellsjökull und die Austfirðir schenken mir einige meiner Lieblingsbilder der gesamten Reise – doch am meisten Zeit verbringe ich wohl an den Papageitaucher-Klippen.Papageitaucher und Emotionen
Nach einer einstündigen Fahrt über Schotter erreiche ich Bakkagerði – und bin unglaublich stolz. Ich habe mich selbst herausgefordert, um einen Ort zu erreichen, von dem ich seit Jahren träume.
Doch ich finde nicht, was ich erwartet habe. Die Straße ist im Bau, und wenige Minuten vor dem Ziel muss ich umkehren. Mit meinem Motorrad komme ich durch die tiefen, losen Steine nicht weiter.
Was für eine Enttäuschung. Mein großer Traum, zum ersten Mal Papageitaucher mit eigenen Augen zu sehen, zerplatzt.Erst viel später, auf der anderen Seite der Insel in den Westfjorden, sehe ich meinen allerersten Papageitaucher – die Belohnung für eine extrem anspruchsvolle Offroad-Fahrt.
Ich bin allein dort. Niemand sonst. Und plötzlich sehe ich ihn: EINEN Papageitaucher. Nur einen. Als hätte er auf mich gewartet.
Ein Moment, der für immer bei mir bleiben wird.Offroad mit Selbstvertrauen
Meine vorherige Reise durch Afrika hat mir einen ersten Schub an Selbstvertrauen gegeben – Island bestätigt ihn.
Ich fahre eine modifizierte Royal Enfield Himalayan, die ich nach der Zeit in der Werkstatt liebevoll „meinen kleinen Traktor“ nenne. Zwanzig Kilo leichter, neuer Auspuff, neue Federung – bereit für alle isländischen Untergründe.
Eines Tages verlasse ich den Asphalt und erwarte das vertraute Ziehen im Magen, als ich auf den vulkanischen Boden von Hverfjall treffe. Doch dieses Mal… kommt es nicht.
Es fühlt sich fast magisch an, als würde Island etwas in mir freischalten. Es füllt mich mit Mut und Selbstvertrauen, mit einer neuen Lust auf Abenteuer.
Jetzt fühle ich mich bereit für mehr. Wie wäre es beim nächsten Mal mit einer Hochland-Challenge?
Moto-Camping
Camping ist ein zentraler Teil meiner Art zu reisen – eine Möglichkeit, der Natur näher zu sein und Freiheit wirklich zu spüren. Keine Hotels im Voraus buchen, keine komplett durchgeplante Route – das schenkt enorme Flexibilität.
Ein Zelt, eine Kaffeemaschine, ein Gaskocher und ein Solarpanel – und ich fühle mich frei wie ein Vogel.Island stellt diese Einfachheit auf die Probe: Kälte, starker Wind, extreme Bedingungen. Ein Sturm zerreißt sogar mein Zelt.
Was für eine Geschichte. Aber genau das ist es doch, was uns lebendig fühlen lässt, oder?Sicherheit und Menschen
Ein Grund, warum ich weniger campe, als ich eigentlich möchte, ist das Thema Sicherheit. Allein als Frau unterwegs zu sein bringt Herausforderungen mit sich – und als Content Creator reise ich zudem mit wertvoller Ausrüstung.
Island und die Färöer sind eine der wenigen Regionen, in denen ich mich vollkommen sicher fühle. So sicher, dass ich es selbst kaum glauben kann.Ich vertraue der Umgebung und den Menschen zu 100 %. Ich lasse nachts den Schlüssel im Motorrad, meine gesamte Ausrüstung im Zelt – und mache mir keine Sorgen.
Diese Sicherheit erlaubt es mir, langsamer zu werden, zur Ruhe zu kommen und wirklich durchzuatmen.
Ein Gefühl, das ich mir für viel mehr Orte auf unserem Planeten wünschen würde.Eine Reise,
die gerade erst beginntDiese Reise ist noch nicht zu Ende. Ich habe mich in die Färöer-Inseln und in Island verliebt. Ich werde zurückkehren – für noch mehr Fotografie, um all das zu entdecken, was ich bisher verpasst habe, und für die neue Offroad-Herausforderung, die ich mir im Kopf schon gesetzt habe.
Die Hochlandrouten warten auf mich.Wenn du überlegst, eine ähnliche Route zu fahren: Hör auf zu überlegen. Mach es einfach.
Nimm dein Motorrad, nimm dir Zeit – und lass dich vom Meer in das epischste Abenteuer deines Lebens tragen.Ich teile diese Reise aktuell auf YouTube.
Folge meinem Northern Adventure auf: www.youtube.com/@nataontheroad
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REISEBERICHT
Vanlife
Vanlife-Abenteuer
im NordenAls ich, Chloé Ferrari, mich zu der Island Reise entschloss, hieß mich das Land der Sagen mit offenen Armen willkommen – mit dem Leuchten vulkanischer Eruptionen, Mitternachtssonne, tosenden Stürmen und entfesselter, ungefilterter Natur in ihrer einzigartigen, manchmal tückischen Schönheit.
Ich bin 27 Jahre alt und arbeitete damals in Paris für das Dienstleistungsunternehmen PwC, als mich der Ruf der Wildnis auf Roadtrip lockte. Seit 2019 arbeite ich als freiberufliche Kommunikationsberaterin von unterwegs in meinem Van und habe zwei Bücher über das Van Leben in Frankreich geschrieben, davon „Drive Your Adventure“ in Kooperation mit Volkswagen.
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Als die Frage aufkam, wohin es als nächstes gehen sollte, wusste ich, dass es die nordische Region sein musste. Durch kleine Einblicke auf Instagram und in Reise-Blogs übte Island eine magnetische Anziehungskraft auf mich aus. Da die hektische Atmosphäre an Flughäfen nicht meiner Art zu reisen entspricht, habe ich durch Online-Recherche herausgefunden, dass ich mit meinem Van an Bord der Smyril Line Fähre Norröna nach Island reisen kann. Die Tickets habe ich im August 2021 gebucht und am 24. Mai brach ich nach Island auf.
Reisebericht von
Chloé Ferrari
Reiseziel
Island & Färöer-Inseln
Fahrzeug
Wohnmobil
Zeit des Jahres
Mai
Eine sanfte Reise
Ich erwartete eine triste Autofähre, wurde aber angenehm überrascht, als ich entdeckte, dass die Norröna mehr an ein Kreuzfahrtschiff erinnert, mit Fitnessraum und Bibliothek, sowie guten kostengünstigen vegetarischen Essensalternativen. Vom oberen Deck-Bistro, Laterna Magica, genoss ich auf dem Weg nach Norden die Mitternachtssonne und auf dem Rückweg nach Süden den Sternenhimmel über dem Meer. Ich habe mich bewusst gegen das verfügbare W-Lan und stattdessen für den persönlichen Kontakt mit anderen Reisenden an Bord entschieden. Wir stießen an Bord auf unsere Reise an, ohne zu wissen, dass sich unsere Wege in Island noch viele Male kreuzen würden. Diese Verbindungen habe ich während des Abenteuers sehr geschätzt.
Die Einfahrt in Seyðisfjörður war magisch. Es war eine erholsame Erfahrung mit Norröna zu reisen, keine chaotischen Sicherheits- oder Boardingschlangen, kein verrückter Ansturm auf eine große laute Stadt bei der Ankunft. Einfach ein friedliches Willkommen in einem kleinen gemütlichen Dorf, am Fuße majestätischer Berge, der perfekte Start in mein Islanderlebnis.
Island
Ein kleiner Teil von mir befürchtete, dass Island seinem spektakulären Ruf nicht gerecht werden könnte, dass ich vielleicht schon alles auf Instagram gesehen hatte. Aber Island bewies, dass es so viel mehr ist. Mein kleiner Van und ich verbrachten viel Zeit damit, die unbekannteren F-Straßen zu erkunden. Kein Foto auf einem Bildschirm könnte dem Rauschen eines Wasserfalls oder dem feinen Sprühnebel auf meinem Gesicht gerecht werden. Und auch die Ringstraße war alles andere als eintönig, als ich erst einmal auf ihr unterwegs war.
Es schien, als wollte mir eine uralte Kraft die Macht des Ortes, des Daseins, demonstrieren. Eines Abends, als ich für eine abgelegene Wanderroute die Straße F-35 hinauffuhr, blieb mein Van liegen, was mich – glücklicherweise – so lange aufhielt, dass ich von einem Vulkanausbruch 150km entfernt hörte. Als der Van wieder lief, fuhr ich direkt dort hin. Ich war beeindruckt von der Organisation der Rettungskräfte, die für die allgemeine Sicherheit sorgten. Ab 23.30 Uhr saß ich die ganze Nacht in der Hitze des Vulkans und beobachtete, wie ein Teil Islands sich neu formte.
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Das war, ohne Zweifel, das Highlight meines Trips, aber für mich ist Island eine reichhaltige Quelle intensiver Erinnerungen. Wie die 4-Tage-Wanderung zum unbewohnten Hornstrandir Naturreservat im Nordwesten, sonst nur per Boot zugänglich. Die Realität, wirklich in der Wildnis zu sein, wurde mir erst bewusst, als am ersten Tag Nebel und Schnee einsetzten und ich dachte: „Ich will hier nicht sterben“. Aber wie alle Stürme, ging er vorüber und ich wurde mit spektakulären Sichtungen von arktischen Füchsen am Strand belohnt.
Der Van bewies seine Standhaftigkeit, besonders während meiner ersten Flussquerung. Mit wenig Überlandfahrerfahrung erreichte ich Landmannalaugar früh, um wie empfohlen von der ruhigeren Strömung zu profitieren. Letztendlich musste ich die Querung allein meistern, schickte eine Drohne hoch, um meine Überfahrt zu filmen, sicherte mich selbst mit einem Sicherheitsgurt und hoffte auf das Beste.
Es gab auch Momente, die meine Widerstandfähigkeit testeten, zum Beispiel als ich mein Zelt auf vulkanischem Sand aufstellte und von tosenden Winden geweckt wurde, oder bei der fünftägigen Wanderung zur Askja-Caldera, die durch Winde mit 150 km/h unterbrochen wurde. Die größte Herausforderung in Island war nicht der Regen – damit rechnet man im Nordatlantik – sondern vielmehr der überwältigende Wind, der einige Unternehmung beschwerlich machte..
Ich hoffe, dass alle Reisenden daran denken, dass die Natur im Nordatlantik wirklich wild ist. Auch wenn du an einigen Orten den Warnschildern vielleicht nur einen Teil deiner Aufmerksamkeit schenkst, stehen diese dort aus gutem Grund. Meine Zeit in Island ist gefüllt mit wundervollen Erinnerungen an intensive Erlebnisse, aber mitansehen zu müssen, wie Touristen am Reynisfjara Beach von Sneaker Wellen eingeschlossen wurden, gehört definitiv nicht dazu. Einer schaffte es nicht zurück an Land. Ein Abenteuer sollte niemals auf Kosten der Sicherheit gehen.Sicheres und budgetfreundliches Reisen
Ich empfehle allen Reisenden an Bord der Norröna zu reisen. Dies bedeutet, dass du deine ganze Wanderausrüstung und trockene Lebensmittel mitnehmen kannst, wodurch man wirklich etwas sparen kann. Für drei Monate in einem Van habe ich wahrscheinlich so viel ausgegeben, wie jemand, der eine 2-wöchige Flugreise gemacht hat, denn die Erlebnisse in der Natur sind meistens kostenfrei.
Die Weitläufigkeit der schönen Landschaften bedeutet aber auch, dass du niemals genug Zeit haben wirst, alles zu sehen. Mach dir im Voraus Gedanken, was du unbedingt erleben möchtest und buche die Aktivitäten im Vorfeld. Für mich war es die Wal-Beobachtung und ein Besuch bei den Papageientaucher in Vestmannaeyjar. Ich hatte Teleobjektive eingepackt, in der Hoffnung, einen Papageientaucher aus der Ferne festhalten zu können, aber am Ende entdeckten sie mich doch immer als Erstes.
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Wanderungen in Island und auf den Färöern sind oft nicht sehr lang oder anspruchsvoll, aber plötzliche Wetterumschwünge können die geplante Zeit leicht verdoppeln. Denkt immer an warme Kleidung, geladene Handys, Stirnlampen und Decken – und ignoriert niemals Ratschläge der Einheimischen.
Wenn du länger als zwei Wochen bleibst, hol‘ dir die Island Campingcard, um Geld auf schönen Campingplätzen abseits der bekannten Strecken zu sparen.
Überlege, ob du wirklich ein Allrad-Fahrzeug benötigst. Benzin ist teurer und 95% Islands und der Färöer-Inseln sind auch mit einem regulären PKW zugänglich.
Die Färöer-Inseln per Fahrrad zu erkunden ist auch eine tolle Option. Die Distanzen sind nicht weit und Fahrräder sind leicht auf den Fähren zwischen den Inseln zu transportieren..Färöer-Inseln
Ab dem Moment, wo ich die Färöer-Inseln betreten habe, empfand ich ein unerwartetes Gefühl der Zugehörigkeit. In Tórshavn führte mich meine Suche nach dem Geschmack der Heimat ins Café Panamé, wo ein einfaches französisches Croissant zu einem langen Austausch mit dem Eigentümer führte. Die Stadt, mit ihren unterschiedlich bunten Dächern, ist eine großartige Mischung aus dem traditionellen und modernen Skandinavien.
Die Landschaften der Färöer-Inseln sind einfach atemberaubend. Bei meinen Touren durch die vielen Tunnel, die die Inseln miteinander verbinden, war ich fasziniert von den dramatischen Wetterumschwüngen, die innerhalb weniger Augenblicke von sonnenbeschienenen Klippen zu nebelverhangenen Tälern führten. Trotz des manchmal unberechenbaren Wetters laden die vielen Wanderrouten zu Touren durch die üppige, unberührte Natur ein.
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Meine Erinnerungen an die Färöer-Inseln sind erfüllt von Bildern eines weitläufigen Himmelsarchipels, in dem die Zeit stillzustehen scheint und das intime Begegnungen mit der Umwelt ermöglicht, wie z. B. das Beobachten der Einheimischen bei der jahrhundertealten Tradition des Lufttrocknens von Fisch. Dieser Ort lädt dazu ein, die Seele baumeln zu lassen und in die heitere, einladende Atmosphäre einzutauchen. Besonders bezaubert haben mich die malerischen Dörfer Gjógv und Tjørnuvík, in denen das Leben in einem ruhigen Tempo verläuft. Hier sind die Entfernungen kurz, aber die Fahrten sind abwechslungsreich; jede Straße windet sich durch Landschaften, die so spektakulär sind, dass man innehalten, sich umschauen und genießen muss.
Die unauslöschlichen Eindrücke, die Island und die Färöer-Inseln hinterlassen haben, sind ein Zeugnis für die raue, ungezügelte Schönheit der Natur. Diese ungezähmten und majestätischen Länder haben sich tief in mein Herz eingebrannt und mich daran erinnert, dass die Anziehungskraft der Wildnis wohl niemals enden wird, wir unsere Abenteuer jedoch auch mit Respekt und Demut angehen müssen.
Durch das Teilen meiner Reiseerfahrung möchte ich nicht nur das Fernweh, sondern auch eine tiefere Wertschätzung für die Welt, in der wir leben, wecken. Ich bitte künftige Reisende darum, bewusst und mit Bedacht vorzugehen, die Einzigartigkeit dieser Orte zu erleben und gleichzeitig ihre Zerbrechlichkeit und Herrlichkeit zu respektieren. Denkt daran, dass die wahre Schönheit des Abenteuers nicht in der zurückgelegten Strecke liegt, sondern in dem Respekt und der Ehrfurcht, mit der wir jeden Schritt der Reise machen.Weitere Reiseberichte
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Unsere Abenteuer mit der Smyril Line

REISEBERICHT
Unsere Abenteuer
mit der Smyril LineEine unvergessliche Reise
Wir hatten schon immer davon geträumt, die herrlichen Landschaften Islands zu erkunden, aber als wir uns nach einem Flug umsahen, waren uns die Kosten für einen Mietwagen und die Unterkünfte zu hoch. Dann entdeckten wir die Fähre der Smyril Line, die Dänemark mit Island über die Färöer-Inseln verbindet – die perfekte Lösung für uns! So konnten wir unseren eigenen Camper mitnehmen und ein zweimonatiges Abenteuer starten.
Für längere Reisen wie unsere ist das Reisen mit dem eigenen Fahrzeug nicht nur eine kostengünstigere, sondern auch eine flexible Lösung. Wenn ihr eine Reise von drei Wochen oder länger plant, ist das eine tolle Alternative zu Flug und Mietwagen. Hier möchte wir nun erzählen, was diese Erfahrung für uns so besonders gemacht hat.
Reisebericht von
Romain Carrera & Vanessa Charro
Reiseziel
Island & Färöer-Inseln
Fahrzeug
Wohnmobil
Zeit des Jahres
Frühling
Leben an Bord der Norröna
Unser Abenteuer begann in Dänemark, wo wir an Bord der Fähre Norröna gingen. Kaum hatten wir unsere Kabine bezogen, fingen wir an, das Schiff und seine wunderbaren Einrichtungen zu erkunden. Wir genossen das Fitnessstudio, die gemütliche Bibliothek, eine lebhafte Bar mit allabendlicher Livemusik und verschiedene vielseitige Restaurants. Besonders gefiel uns die große Bar auf dem Oberdeck, die einen atemberaubenden Panoramablick bietett – vor allem bei Sonnenuntergang. Auf der Rückreise entspannten wir sogar in den Außen-Whirlpools unter klarem Himmel und umgeben von atemberaubender Landschaft.
Die Zeit an Bord verging wie im Flug, dank des freundlichen und hilfsbereiten Personals, das die Reise noch angenehmer machte. Die Fähre war nicht nur Transportmittel; sie war ein besonderer Teil unseres Abenteuers und machte die Reise zu einem einzigartigen Erlebnis.

Warum mit dem eigenen Fahrzeug reisen?
Das Reisen mit unserem eigenen Camper bot uns viele Vorteile:
Freiheit und Flexibilität
Wir konnten in unserem eigenen Tempo reisen, unsere Route selbst wählen und dort anhalten, wo es uns gefie.Kostenersparnis
Wir sparten uns die hohen Mietwagenkosten in Island und übernachteten auf Campingplätzen, was die Reisekosten weiter senkte.es.Ausrüstung und Vorräte mitbringen
Wir konnten alles mitnehmen, was wir für die Reise brauchten, und mussten unterwegs kaum teure Vorräte kaufen.Durch das Reisen in der Nebensaison, im April, hatten wir außerdem die Gelegenheit, Islands winterliche Landschaften in aller Ruhe zu genießen, da es viel weniger Touristen gab. So konnten wir Islands bekannte Sehenswürdigkeiten ohne den üblichen Trubel erleben, was die Erfahrung noch einzigartiger machte.
Camping in Island
Das Campen ist eine wunderbare Möglichkeit, Island zu erkunden. Es spart nicht nur Unterkunftskosten, sondern bringt einen auch näher an die Natur. Wir liebten es, in Islands wilder und abgeschiedener Landschaft zu campen, fernab der typischen Touristenziele. Für Reisende in den Sommermonaten ist die Campingkarte eine gute Option, die Ersparnisse auf verschiedenen Campingplätzen bietet. Diese Karte kann man sogar an Bord der Fähre erwerben.
Island erkunden
Island bietet eine große Auswahl an Aktivitäten, die wir voll ausgeschöpft haben. Besonders das Whale Watching war ein Highlight unserer Reise. Wir nahmen an drei verschiedenen Ausflügen teil.
Diese Erlebnisse ermöglichten es uns, Islands raue Schönheit hautnah zu erleben und machten unsere Reise noch unvergesslicher. Außerdem nahmen wir an Aktivitäten wie Schneeschuhwandern und Eishöhlenerkundungen teil, die wir über lokale Touranbieter gebucht hatten.

Whale watching Hauganes
Der älteste Anbieter von Walbeobachtungstpuren in Island.

Elding in Akureyri
Bekannt für seine Touren mit Experten für Meeresbiologie.

North Sailing in Húsavík
Berühmt für traditionelle Boote und einen umweltfreundlichen Ansatz. Jeder Ausflug bot uns magische Begegnungen mit diesen majestätischen Tieren.
Entspannen in Islands heißen Quellen
Da wir Spa- und Thermen-Liebhaber sind, konnten wir es uns nicht nehmen lassen, einige der besten geothermischen Bäder Islands zu besuchen. Besonders gut gefielen uns:
GeoSea in Husavik
Heiße Bäder mit Blick auf den atlantischen Ozean.Forest lagoon in Akureyri
Eingebettet in eine ruhige WaldlandschaftVok baths in Egilsstaðir
Ein erholsames Erlebnis gelegen in einer beeindruckenden Vulkanlandschaft.Diese heißen Quellen boten die perfekte Balance zwischen Entspannung und Naturgenuss und verliehen unserer Reise eine besondere Note.
Erleben der isländischen Städte
Wir besuchten mehrere Städte und Dörfer auf unserer Reise, die alle etwas Einzigartiges zu bieten hatten. Unsere Favoriten waren:

Vík
Bekannt für seine schwarzen Sandstrände und die charmante Kirche mit Blick auf die Stadt.

Akureyri
Eine freundliche Stadt mit lebhaftem Zentrum, ideal zum Bummeln und Entdecken der lokalen Kultur.

Bakkagerði
Ein ruhiges Dorf nahe den Papageitaucherkolonien und ein malerischer Ort zum Campen.
Die Insel aus Feuer, Eis & die Nordlichter
Island hat uns tief beeindruckt, besonders durch seine Vulkane, Gletscher und die Nordlichter. Ein Vulkanausbruch live zu erleben, war eine Ehrfucht gebietende Erinnerung an die rohe Kraft der Natur – ein einmaliges Erlebnis.
Aber das Nordlicht war das absolute Highlight. Den Himmel in tanzenden Farben leuchten zu sehen, fühlte sich magisch an und setzte unserer Reise das i-Tüpfelchen auf.
Die Färöer-Inseln erleben
Auf unserem Weg nach Island verbrachten wir zwei Wochen auf den Färöer-Inseln, wo das Wetter zwar launisch, die Schönheit der Landschaft jedoch überwältigend ist. Wir wohnten in einem schönen Gästehaus in Vagar, in der Nähe des berühmten Wasserfalls Múlafossur, und genossen zum Abschluss unseres Aufenthalts ein köstliches Essen im Restaurant Katrina Christiansen. Wir unternahmen mehrere unvergessliche Wanderungen, darunter:

Kallur-Leuchtturm
Mit atemberaubenden Blicken auf steile Klippen und den Atlantik.

Drunnesdrangar
Eine Wanderung, die uns zu einem See führte, der über dem Ozean zu schweben scheint.

Drangarnir Sea Tracks
Diese Wanderung bot fantastische Ausblicke auf Felsformationen im Meer und bot traumhafte Fotomöglichkeiten.
Fazit
Unsere Reise nach Island und auf die Färöer-Inseln mit der Smyril Line war unvergesslich. Die Freiheit, in unserem eigenen Tempo zu reisen, die atemberaubenden Landschaften und die herzlichen Begegnungen haben diese Reise wirklich außergewöhnlich gemacht. Wir können es kaum erwarten, zurückzukehren und mehr von Island zu erkunden – besonders die Hochlandregionen im Sommer. Ohne Frage werden wir wieder die Smyril Line wählen, um unsere Abenteuer fortzusetzen und neue Erinnerungen zu sammeln.
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Eine Reise voller Freihet und Wiederentdeckung

REISEBERICHT
Eine Reise voller Freihet und Wiederentdeckung
Freiheit auf zwei Rädern
Auf den abgelegenen Wegen Islands und der Färöer Inseln – eine Reise voller Energie, atemberaubender Natur und Begegnungen mit Menschen, die mein Herz berührt haben.
Motorradfahren war für mich schon immer das Gefühl grenzenloser Freiheit, eine Leidenschaft, die mich seit meiner Jugend begleitet. Wochenenden verbrachte ich auf der Straße – zuerst mit dem Roller, dann mit Motorrädern –, erkundete Europa und lernte, meine Maschinen selbst zu reparieren. Doch 1992 nahm diese Leidenschaft ein abruptes Ende, als ein enger Freund bei einem Rennen in Sizilien tragisch ums Leben kam.
Zwei Jahre später verabschiedete ich mich vom Reisen auf zwei Rädern und stieg mehr als 30 Jahre lang nicht mehr aufs Motorrad. Doch vor zwei Jahren kehrte die Sehnsucht zu fahren zurück – mit einer neuen Idee: Ich wollte auf einem Elektromotorrad unterwegs sein.
Reisebericht von
Florian Heiberger
Reiseziel
Island & Färöer Inseln
Fahrzeug
Motorrad
Zeit des Jahres
Sommer 2024

Die Wahl des richtigen Elektromotorrads
Das passende Elektromotorrad zu finden, war eine Herausforderung. Meine erste Wahl fiel auf ein Modell der US-Marke Zero Motorcycles. Doch technische Probleme und eine lange Ladezeit von fünf bis sechs Stunden erwiesen sich als unpraktisch.
Schließlich stieß ich auf die Energica Eva SS9 vom italienischen Hersteller Energica, erhältlich beim eBike-Store Dreiland. Der ausschlaggebende Faktor war die Schnellladetechnologie (DC Fast Charging), die eine volle Ladung in nur 40 Minuten ermöglichte. Mit dem perfekten Bike stand meinem ersten Abenteuer nichts mehr im Weg.

Die Reiseplanung
2023 führte mich meine Reise durch das Baltikum und Skandinavien. Für 2024 plante ich eine Rundreise durch Island und die Färöer Inseln.
Die Routenplanung für ein Elektromotorrad ist nicht ohne Tücken. Mit Google Maps, Apps wie „Chargefinder“ und einer umprogrammierten Wander-App lokalisierte ich CCS-Ladestationen für schnelleres Aufladen. Auf den Färöer Inseln leistete mir die Plattform elbil.fo wertvolle Dienste.
Das Abenteuer mit der Fähre nach Island
Die Buchung der Fähre und einer Kabine bei Smyril Line erfolgte Monate im Voraus. Die Anreise zum Fährhafen in Hirtshals, Dänemark, dauerte fünf Tage. Dort angekommen, traf ich auf über 100 Motorradfahrer aus aller Welt, alle voller Vorfreude auf ihre Abenteuer. Smyril Line bot allen Komfort – köstliches Essen, Unterhaltung und Entspannung –, sodass sich die Überfahrt wie eine Kreuzfahrt anfühlte.
Herausforderungen auf Islands Straßen
In Seyðisfjörður angekommen, wurde mir schnell bewusst, wie schwer mein Motorrad mit seinen 300 Kilogramm und der zusätzlichen Last von Ladekabeln, Gepäck und Zelt war. Ich startete meine Route gegen den Uhrzeigersinn entlang der Südküste Islands, berüchtigt für ihre starken Winde.
Jeden Morgen checkte ich die Wetterlage auf umferdin.is. Gegenwind fraß bis zu 20 % der Batteriekapazität, sodass ich eine Reichweite von etwa 100 Kilometern pro Ladung einplante. Doch die Ladepausen boten mir Gelegenheiten, die Umgebung zu erkunden, Einheimische kennenzulernen und die isländische Gastfreundschaft zu erleben.
Menschen und Orte, die mich bewegten
In Húsavík lud mich ein älteres Ehepaar auf Kaffee und Gebäck ein und ließ mich mein Motorrad insgesamt viermal aufladen. Islands saubere Energiequellen – 75 % Wasserkraft und 25 % Geothermie – trugen zu diesem Erlebnis bei, wobei der Besuch von Hellisheiði, dem größten Geothermiekraftwerk der Welt, eines der Highlights darstellte.
Ein unvergessliches, nachhaltiges Abenteuer
In vier Wochen legte ich 6.000 Kilometer zurück, hielt an 59 Ladestationen und dokumentierte jede mit Fotos und Videos. Die atemberaubenden Landschaften rührten mich oft zu Tränen, und die Reise entfachte meine Begeisterung fürs Motorradfahren neu.
Diese Erfahrung hat mir bewiesen, dass nachhaltige Mobilität und Abenteuerlust perfekt miteinander harmonieren. Ich hoffe, meine Erlebnisse inspirieren auch andere, Elektromobilität zu entdecken und die Welt verantwortungsbewusst und nachhaltiger zu bereisen.
Für weitere Eindrücke und Filme besuchen Sie meine Website: acdc.bike
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Camping-Abenteuer auf den Färöer-Inseln
Die Fährüberfahrt von Hirtshals nach Tórshavn entpuppte sich als die größte positive Überraschung unserer Reise.
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Eine große Überraschung
Es war eine große Überraschung als ich zu Beginn des Jahres eine Reise mit Smyril Line zu den Färöer Inseln gewonnen habe.
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